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Demenztagung in Jena am 12. Juni 2012 in der Ernst-Abbe-Fachhochschule Jena zum Thema

„Koproduktive Hilfen bei Demenz – Möglichkeiten politischer Unterstützung“

Die überregionale Fachtagung widmet sich zwei Zielebenen: den koproduktiven Hilfen und der politischen Unterstützung.
Der erste Schwerpunkt fokussiert auf die Anregung eines Diskurses über Wege für besser vernetzte und abgestimmte Hilfeleistungen für Menschen mit Demenz. Bestärkt wird dieses Ziel durch die Annahme, dass erst koproduktiv organisierte Hilfen zur Erhaltung der Selbständigkeit und Lebensqualität von Menschen mit Demenz und zur psychosozialen Entlastung pflegender Angehöriger beitragen. Im Fokus stehen damit einerseits die Menschen mit Demenz selbst, andererseits aber auch die pflegenden Angehörigen, freiwillig Engagierten sowie die Professionellen wie medizinisches Fachpersonal und SozialarbeiterInnen.

Der zweite Schwerpunkt spricht die Möglichkeiten politischer Unterstützung an. An der Tagung werden politische VertreterInnen dreier Ebenen (Kommune, Land, Bund), verschiedener Parteien sowie unterschiedlicher Funktionen aktiv teilnehmen. Damit soll eine Debatte darüber zustande kommen, wie politische Unterstützung auf den verschiedenen Ebenen jeweils aussehen kann. So wird aufgezeigt, was an Positivbeispielen bereits vorzufinden ist und wo noch Verbesserungsbedarf besteht. Durch die Weitergabe und Debatte über bisherige Erfahrungen wird der Raum für einen breiten Diskurs über Möglichkeiten politischer Unterstützung geschaffen. Damit wird ein Austausch ermöglicht, der über die Fachtagung hinaus für die tägliche Handlungspraxis der Teilnehmenden relevant ist.

Die beiden Schwerpunkte spiegeln sich auch in der Struktur der Fachtagung wieder:

  • Es sind Panels zu unterschiedlichen Themen hinsichtlich der Versorgung von Menschen mit Demenz geplant. So wird bezüglich des Schwerpunktes der Koproduktivität die Situation der Familien ebenso beleuchtet wie die der Fachkräfte und der Freiwilligen. Parallel dazu gibt es ein Panel zur politischen Unterstützung.
  • In Open-Space-Workshops können Themen über die Panel hinaus in einem flexiblen Rahmen diskutiert werden.
  • Schließlich folgt ein politisches Podium mit unterschiedlichen politischen VertreterInnen und dem Fokus der politischen Unterstützung.

Die Fachtagung ist verknüpft mit dem Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Koproduktion im Welfare Mix der Altenarbeit und Familienhilfe (KoAIFa)“ (Leitung: Prof. Dr. Michael Opielka, EAH Jena, Forschungspartner: Prof. Dr. Ulrich Otto, FH St. Gallen), gefördert durch das BMBF im Rahmen des Programm SILQUA-FH „Soziale Innovationen für Lebensqualität im Alter“.

Zielgruppe der Tagung sind Akteure aus Wissenschaft und Praxis wie Akteure der Altenarbeit und Familienhilfe, der Hilfesysteme, disziplinärer Kulturen, Studierende und Wissenschaftler, politische VertreterInnen sowie weitere Interessierte.

Bisher haben u.a. VertreterInnen des Bundesfamilienministeriums, die Thüringer Sozialministerin Heike Taubert, der Generationsbeauftragte Thüringen Michael Panse, Prof. Dr. Ulrich Otto (FH St. Gallen), der Oberbürgermeister der Stadt Jena Albrecht Schröter, Prof. Dr. Roland Schmidt (FH Erfurt) sowie Praktiker aus dem Bereich Demenz ihre Mitwirkung zugesagt.

Die Beiträge der Tagung werden dokumentiert und sowohl im Internet wie überarbeitet als Buch veröffentlicht. Gefördert wird die Fachtagung vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen des „Europäischen Jahres 2012 für aktives Altern und der Solidarität zwischen den Generationen“.

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Projektstart des BMBF-geförderten Forschungs- und Entwicklungsprojektes „Koproduktion im Welfare Mix der Altenarbeit und Familienhilfe (KoAlFa)“ an der FH Jena

An der Fachhochschule (FH) Jena, Fachbereich Sozialwesen, ist das F-&E-Projekt „Koproduktion im Welfare Mix der Altenarbeit und Familienhilfe (KoAlFa )“ gestartet.

Im Mittelpunkt stehen die Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen mit Demenz und ihrer pflegenden Angehörigen. Von der Annahme ausgehend, dass eine bessere Vernetzung und Abstimmung unterschiedlicher Versorgungsanbieter unter Achtung der individuellen Bedürfnis- und Ressourcenlagen die Chance erhöht, den Verlust an Eigenständigkeit bei den Betroffenen hinauszuzögern und pflegende Angehörige zu entlasten, zielt KoAlFa auf die Entwicklung und Erprobung neuer Methoden des Schnittstellenmanagements. Neben multiprofessionellen Partnern der Familien- und Altenhilfe, der pflegerischen und medizinischen Versorgung sollen Unterstützungsleistungen der Selbsthilfe und des bürgerschaftlichen Engagements in das Konzept integriert und die vermittelnde Rolle der Sozialen Arbeit untersucht werden. Der überregionale Vergleich zwischen Jena (Deutschland) und St. Gallen (Schweiz) soll Fragen der Übertragbarkeit und spezifischer Versorgungsprobleme klären. Darüber hinaus dienen Diskussionszusammenhänge zwischen den Praxispartnern und WissenschaftlerInnen der biomedizinisch ausgerichteten Alternsforschung der Annäherung und Sensibilisierung für unterschiedliche Zugänge zum Thema Demenz und Versorgung.

Gefördert wird das dreijährige Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Schwerpunktes SILQUA – Soziale Innovationen für die Lebensqualität im Alter.

Die Durchführung des F-&E-Projektes erfolgt an der Fachhochschule Jena in enger Zusammenarbeit mit der Fachhochschule St. Gallen (Prof. Dr. Ulrich Otto):
Projektleitung Prof. Dr. Michael Opielka (FH Jena)
Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen , Theresa Hilse (FH Jena), N.N.

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